Steuerrecht-Studium an der FOM – Inhalte, Kosten und Karriere

Miroslaw Rohde 22. August 2026
Eine Frau am Telefon und Laptop, die sich mit dem Steuerrecht beschäftigt.

Inhaltsverzeichnis

Wer Steuerrecht studieren und gleichzeitig im Beruf bleiben möchte, braucht ein Modell, das fachlich anspruchsvoll und organisatorisch realistisch ist. Das Studium Steuerrecht an der FOM verbindet juristische Grundlagen mit Betriebswirtschaft, digitalen Steuerprozessen und direktem Praxisbezug. Ich zeige, welche Inhalte, Kosten, Zugangsvoraussetzungen und Karrierewege dich erwarten und für wen das Konzept wirklich passt.

Die wichtigsten Eckdaten zum Steuerrecht-Studium an der FOM

  • Abschluss: staatlich und international anerkannter Bachelor of Laws (LL.B.)
  • Dauer: 7 Semester mit insgesamt 180 ECTS-Punkten
  • Studienmodelle: Campus-Studium+ oder Digitales Live-Studium
  • Kosten: 42 Monatsraten à 365 Euro plus einmalig 500 Euro Prüfungsgebühr
  • Inhalte: Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Bilanzrecht, BWL und Steuerdigitalisierung
  • Perspektive: Tätigkeiten in Steuerkanzleien, Unternehmen, Finanzverwaltung und Rechnungswesen

Dozent erklärt im Hörsaal die Übersicht über Inventurvereinfachungsverfahren mit Gesetzen, relevant für das Steuerrecht. Studierende hören zu.

Was dich im Bachelor Steuerrecht fachlich erwartet

Der Studiengang ist deutlich breiter angelegt als ein reines Auswendiglernen von Paragrafen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Einkommensteuerrecht, Umsatzsteuerrecht, Steuerbilanzen und Handelsrecht. Dazu kommen wirtschaftswissenschaftliche Grundlagen, Buchführung, Kostenrechnung und Unternehmensrecht.

Besonders nützlich finde ich die Verbindung von Recht und Zahlen. Du lernst beispielsweise, Jahresabschlüsse zu analysieren und steuerliche Auswirkungen unternehmerischer Entscheidungen einzuschätzen. Das ist für die Praxis entscheidend, weil steuerliche Fragen selten isoliert auftreten, sondern fast immer mit Finanzierung, Personal, Verträgen oder Investitionen verbunden sind.

Praxisnahe Inhalte statt reiner Theorie

Zum Studienkonzept gehören auch Themen wie Steuerplanung, Steuergestaltung, Steuerstrafrecht, internationales Steuerrecht und steuerliche Verfahrensfragen. Zusätzlich kann ein DATEV-Führerschein den Einstieg in Kanzleien erleichtern, weil DATEV dort zu den wichtigsten Softwarelösungen gehört.

Die zunehmende Digitalisierung wird ebenfalls berücksichtigt. Wer später mit digitalen Belegen, automatisierter Buchhaltung oder steuerlichen Datenprozessen arbeitet, braucht mehr als Gesetzeskenntnis. Meiner Erfahrung nach ist genau diese Kombination aus juristischem Denken, Zahlenverständnis und Softwarepraxis ein großer Vorteil gegenüber einer Ausbildung, die nur einen Teil dieser Bereiche abdeckt.

Campus oder digital studieren und trotzdem berufstätig bleiben

Die FOM richtet ihr Angebot stark an Menschen, die bereits arbeiten, eine Ausbildung absolvieren oder praktische Erfahrungen sammeln. Du kannst zwischen dem Campus-Studium+ und dem Digitalen Live-Studium wählen. Beim Campus-Modell findet der Unterricht vor Ort statt und wird durch digitale Elemente ergänzt, während die Vorlesungen im digitalen Modell live aus den FOM-Studios übertragen werden.

Je nach Studienzentrum gibt es Tages-, Abend- sowie Abend-und-Samstags-Modelle. Der Studienbeginn ist in der Regel im März oder September. Die verschiedenen Zeitmodelle sind hilfreich, lösen aber nicht automatisch jedes Organisationsproblem. Ein Studium mit 180 ECTS neben einem Vollzeitjob verlangt regelmäßig feste Lernzeiten, Nachbereitung und eine realistische Planung vor Prüfungsphasen.

Für wen das flexible Modell gut funktioniert

  • für Steuerfachangestellte, die sich akademisch weiterentwickeln möchten,
  • für Auszubildende mit einem kooperierenden Arbeitgeber,
  • für Berufstätige im Rechnungswesen oder Controlling,
  • für Menschen, die räumlich flexibel bleiben müssen,
  • für Studierende, die einen direkten Praxisbezug gegenüber einem klassischen Vollzeitstudium bevorzugen.

Ich würde das digitale Format vor allem dann wählen, wenn der Arbeitsweg zum Campus lang ist oder die eigene Arbeitszeit häufig wechselt. Wer dagegen vom Austausch mit anderen lebt und sich im Hörsaal besser konzentriert, profitiert wahrscheinlich stärker vom Campus. Die fachlichen Inhalte sind nicht der einzige Entscheidungsfaktor, die Lernumgebung beeinflusst den Studienerfolg erheblich.

Voraussetzungen und Kosten solltest du früh prüfen

Mit Abitur oder Fachhochschulreife ist der Zugang grundsätzlich möglich. Ein Studium kann unter bestimmten Bedingungen auch ohne Abitur beginnen, etwa mit abgeschlossener Berufsausbildung und mindestens drei Jahren anschließender Berufserfahrung oder mit einer Aufstiegsfortbildung wie Fachwirt oder Meister.

Zusätzlich musst du aktuell berufstätig sein oder eine Ausbildung, ein Praktikum, ein Traineeprogramm oder Volontariat absolvieren. Diese Voraussetzung passt zum berufsbegleitenden Konzept, schränkt den Studiengang aber für Personen ein, die ausschließlich studieren und keiner praktischen Tätigkeit nachgehen möchten.

Die finanzielle Planung

Die Studiengebühren betragen derzeit 365 Euro pro Monat über 42 Monatsraten. Hinzu kommt eine einmalige Prüfungsgebühr von 500 Euro, sodass sich rechnerisch insgesamt 15.830 Euro ergeben. Ausgaben für Fachliteratur, Fahrten, Laptop oder spezielle Software kommen je nach persönlicher Situation zusätzlich hinzu.

Die Gebühren sind ein wichtiger Nachteil gegenüber einem gebührenfreien staatlichen Studium. Gleichzeitig bleibt das Einkommen aus der Berufstätigkeit erhalten. Studiengebühren und weitere beruflich veranlasste Kosten können häufig steuerlich berücksichtigt werden, die konkrete Behandlung hängt jedoch von deiner persönlichen Steuer- und Ausbildungssituation ab.

Vorleistungen aus einer Ausbildung, Weiterbildung oder einem früheren Studium können angerechnet werden. Das kann die Studiendauer und die Gesamtkosten reduzieren. Ich würde diese Prüfung unbedingt vor der endgültigen Entscheidung anstoßen, weil bereits anerkannte Leistungen einen spürbaren Unterschied machen können.

Welche Karrierewege nach dem LL.B. offenstehen

Der Bachelor qualifiziert für anspruchsvollere Aufgaben in Steuerberatungskanzleien, Steuerabteilungen von Unternehmen, Finanzverwaltung und Rechnungswesen. Typische Tätigkeiten liegen etwa in der Erstellung und Prüfung von Steuererklärungen, bei Jahresabschlüssen, in der steuerlichen Sachbearbeitung oder in der Beratung zu unternehmerischen Entscheidungen.

Auch Branchen mit komplexen regulatorischen Anforderungen können interessant sein. Dazu gehören beispielsweise Pharmaunternehmen, Apothekenverbünde, Kliniken oder andere Gesundheitsunternehmen. Wer sich für diese Felder interessiert, kann steuerrechtliches Wissen mit Branchenkenntnissen verbinden und dadurch ein klareres berufliches Profil entwickeln.

Lesen Sie auch: Uni Unna im Überblick - Studium, Hochschulen und Pharmazie

Der Weg zum Steuerberaterexamen

Der Abschluss kann eine gute Grundlage für die Vorbereitung auf das Steuerberaterexamen schaffen. Er ersetzt das Examen jedoch nicht und garantiert auch keine Zulassung. Entscheidend sind die jeweils geltenden gesetzlichen Voraussetzungen und die Prüfung durch die zuständige Steuerberaterkammer.

Wer diesen Weg ernsthaft plant, sollte schon vor Studienbeginn klären, welche berufspraktische Zeit nach dem Abschluss erforderlich ist. Später bietet sich der fünfsemestrige Masterstudiengang Taxation (LL.M.) an, in dem die Vorbereitung auf das Steuerberaterexamen integriert ist. Die Zulassungsentscheidung für das Examen bleibt trotzdem Sache der zuständigen Kammer.

FOM Steuerrecht im Vergleich zu anderen Wegen

Studien- oder Ausbildungsweg Stärke Mögliche Einschränkung
FOM Steuerrecht Berufsbegleitender LL.B. mit Praxis- und Digitalbezug Hohe Studiengebühren und erheblicher Zeitaufwand
Ausbildung zum Steuerfachangestellten Schneller, sehr praxisnaher Berufseinstieg Kein akademischer Abschluss auf Bachelor-Niveau
Klassisches Vollzeitstudium Mehr Zeit für Lernen, Campusleben und wissenschaftliche Vertiefung Weniger gut mit einer festen Berufstätigkeit kombinierbar
Duales Studium bei der Finanzverwaltung Verknüpfung von Studium, Praxis und öffentlichem Dienst Stärker an den Arbeitgeber und beamtenrechtliche Vorgaben gebunden

Die FOM ist damit nicht automatisch die beste Wahl für alle. Ich sehe ihren größten Vorteil bei Menschen, die bereits im Steuerbereich arbeiten und ihren Abschluss parallel erwerben möchten. Wer maximale wissenschaftliche Freiheit sucht oder keine Gebühren zahlen will, sollte staatliche Alternativen ernsthaft vergleichen.

Was im Studienalltag oft unterschätzt wird

Viele Interessierte kalkulieren nur die Vorlesungszeiten und vergessen die Lernarbeit dazwischen. Für Klausuren, Fallbearbeitungen und die Bachelorarbeit brauchst du zusätzliche Zeit, besonders bei komplexen Themen wie Bilanzsteuerrecht oder internationalem Steuerrecht.

Ein weiterer häufiger Fehler ist die Annahme, dass gute Zahlenkenntnisse allein ausreichen. Steuerrecht verlangt vor allem präzises Lesen, strukturiertes Argumentieren und sorgfältige Dokumentation. Wer Gesetzestexte ungern bearbeitet oder sich mit Fristen und formalen Anforderungen schwertut, sollte diese Arbeitsweise vorab testen.

Hilfreich ist ein Arbeitgeber, der die Studienzeiten respektiert und praktische Aufgaben passend zum Studium anbietet. So bleibt der Stoff nicht abstrakt. Gerade bei steuerlichen Fällen aus dem eigenen Unternehmen oder der Kanzlei entsteht oft der wichtigste Lerneffekt.

Eine fundierte Entscheidung für den nächsten Schritt

Das Steuerrecht-Studium an der FOM passt besonders gut zu dir, wenn du Recht, Wirtschaft und praktische Verantwortung miteinander verbinden möchtest. Die sieben Semester, die flexible Organisation und der anerkannte LL.B. bieten eine solide Grundlage für den Berufseinstieg und eine spätere Spezialisierung.

Vor der Anmeldung würde ich drei Punkte schriftlich klären: das passende Zeitmodell, die Anerkennung vorhandener Qualifikationen und die Finanzierung über die gesamte Studiendauer. Wenn diese Rahmenbedingungen realistisch sind, kann der Studiengang ein sinnvoller Baustein für eine Karriere im Steuerwesen sein, auch in spezialisierten Branchen wie der Pharmazie und dem Gesundheitsmarkt.

Dieser Artikel dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Das Material wurde mit Unterstützung moderner Analyse- und Sprachwerkzeuge (KI) erstellt. Konsultieren Sie vor einer Entscheidung einen Experten.

Häufig gestellte Fragen

Der Bachelor behandelt unter anderem Einkommensteuerrecht, Umsatzsteuerrecht, Steuerbilanzen, Handelsrecht, Buchführung, Kostenrechnung und Unternehmensrecht. Ergänzend stehen Steuerplanung, Steuerstrafrecht, internationales Steuerrecht und digitale Steuerprozesse auf dem Programm. Ein DATEV-Führerschein kann den Einstieg in Kanzleien unterstützen.

Der Zugang ist grundsätzlich mit Abitur oder Fachhochschulreife möglich. Unter bestimmten Bedingungen reicht auch eine abgeschlossene Berufsausbildung mit mindestens drei Jahren anschließender Berufserfahrung oder eine Aufstiegsfortbildung wie Fachwirt oder Meister. Zusätzlich musst du berufstätig sein oder eine Ausbildung, ein Praktikum, ein Traineeprogramm oder Volontariat absolvieren.

Die Studiengebühren betragen 365 Euro monatlich über 42 Monatsraten. Dazu kommt eine einmalige Prüfungsgebühr von 500 Euro, insgesamt also rechnerisch 15.830 Euro. Fachliteratur, Fahrtkosten, Laptop und spezielle Software können zusätzliche Ausgaben verursachen.

Du kannst zwischen dem Campus-Studium+ und dem Digitalen Live-Studium wählen. Je nach Studienzentrum gibt es Tages-, Abend- sowie Abend-und-Samstags-Modelle; der Studienbeginn liegt in der Regel im März oder September. Das digitale Modell eignet sich besonders bei langen Arbeitswegen oder wechselnden Arbeitszeiten, während das Campus-Modell mehr direkten Austausch ermöglicht.

Der Bachelor of Laws kann eine Grundlage für die Vorbereitung auf das Steuerberaterexamen schaffen, ersetzt das Examen aber nicht und garantiert keine Zulassung. Maßgeblich sind die gesetzlichen Voraussetzungen und die Prüfung durch die zuständige Steuerberaterkammer. Als weiterführende Option wird der fünfsemestrige Master Taxation (LL.M.) mit integrierter Prüfungsvorbereitung genannt.

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Autor Miroslaw Rohde
Miroslaw Rohde
Ich heiße Miroslaw Rohde und widme mich nun seit 6 Jahren intensiv den Themen Studium, Karriere und Campusleben im Bereich Pharmazie. Diese Zeit hat mir einen tiefen Einblick in die vielfältigen Facetten des Pharmaziestudiums gegeben, von den ersten Schritten im Hörsaal bis hin zu den Karrieremöglichkeiten nach dem Abschluss. Was mich besonders reizt, ist die Möglichkeit, komplexe Sachverhalte verständlich aufzubereiten und Leserinnen und Lesern dabei zu helfen, sich in der oft unübersichtlichen Informationslandschaft zurechtzufinden. Ich lege Wert darauf, recherchierte und aktuelle Informationen so darzustellen, dass sie nicht nur informativ, sondern auch leicht zugänglich sind. Mein Ziel ist es, auf studieren-pharmazie.de eine verlässliche Quelle für alle zu schaffen, die sich für ein Pharmaziestudium interessieren oder ihren Weg in dieser spannenden Branche gestalten möchten.

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