Die Hochschule Fresenius in Hamburg verbindet ein privat organisiertes Studium mit kleinen Lerngruppen, Praxisnähe und einer zentralen Lage an der Außenalster. Ich zeige, welche Studienrichtungen am Campus angeboten werden, was der Standort mit Pharmazie und Gesundheitswissenschaften zu tun hat, welche Voraussetzungen gelten und mit welchen Kosten Studieninteressierte 2026 rechnen müssen.
Die wichtigsten Fakten zum Hamburger Fresenius-Campus auf einen Blick
- Standort: Alte Rabenstraße 1 in Hamburg-Rotherbaum, direkt nahe der Außenalster.
- Studienangebot: Bachelor- und Masterprogramme in Gesundheit, Soziales, Wirtschaft, Medien sowie Fashion und Design.
- Zulassung: Bachelorstudiengänge sind grundsätzlich NC-frei; Bewerbungen sind ganzjährig möglich.
- Semesterbeitrag 2026: Für Vollzeitstudierende beträgt er im Sommersemester 243 Euro inklusive Deutschlandticket.
- Pharmazie: Der Campus ist kein klassischer Standort für das Pharmaziestudium mit Staatsexamen, bietet aber pharmazeinahe Studienwege an anderen Standorten und im Online-Format.
Was die Hochschule Fresenius in Hamburg auszeichnet
Die Hochschule Fresenius Hamburg ist eine private, staatlich anerkannte Hochschule. Ihre Studienprogramme sind akkreditiert, die Finanzierung erfolgt jedoch nicht vollständig aus staatlichen Mitteln. Deshalb zahlen Studierende zusätzlich zu den üblichen Lebenshaltungskosten monatliche Studiengebühren.
Der große Vorteil liegt aus meiner Sicht in der Verbindung aus überschaubaren Kursgrößen, persönlicher Betreuung und anwendungsbezogenen Inhalten. Wer sich in sehr großen Hörsälen schnell verloren fühlt oder früh Kontakte zu Lehrenden aus der Berufspraxis aufbauen möchte, kann von diesem Modell profitieren.
Das Angebot richtet sich nicht nur an klassische Abiturientinnen und Abiturienten. Auch Menschen mit Fachhochschulreife, beruflicher Qualifikation oder bereits absolvierten Studienleistungen können je nach Studiengang einen Zugang finden. Die Hochschule prüft solche Bildungswege individuell.
Welche Studiengänge in Hamburg zur Auswahl stehen
Am Hamburger Campus treffen mehrere Fachbereiche aufeinander. Dazu gehören vor allem Gesundheit und Soziales sowie Wirtschaft und Medien. Ergänzt wird das Angebot durch Studiengänge der AMD Akademie Mode & Design, die ebenfalls am Standort in der Alten Rabenstraße vertreten ist.
| Bereich | Beispiele für Studiengänge | Passt besonders zu |
|---|---|---|
| Gesundheit | Ernährung und Fitness in der Prävention, Therapiewissenschaften, Digitale Medizin und Künstliche Intelligenz | Interessierten an Prävention, Versorgung, Therapie und digitalen Gesundheitsthemen |
| Wirtschaft | Betriebswirtschaftslehre, Corporate Finance und Controlling, Human Resources Management | Studierenden mit Interesse an Management, Finanzen oder Personal |
| Medien und Management | Digitales Management und Leadership, International Business Management | Menschen, die Wirtschaft mit Digitalisierung oder Internationalität verbinden möchten |
| Fashion und Design | Fashion Management und verwandte Designprogramme | Studierenden mit Interesse an Mode, Marken, Gestaltung und kreativen Geschäftsmodellen |
Die konkrete Verfügbarkeit hängt vom Studienformat und vom Starttermin ab. Deshalb würde ich nicht allein nach dem Campusnamen entscheiden, sondern immer die Studiengangsseite mit Standort, Unterrichtsform und Starttermin prüfen. Ein Programm kann zur Hochschule gehören, aber an einem anderen Campus oder als virtuelles Live-Studium stattfinden.
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Was der Standort mit Pharmazie zu tun hat
Für Leserinnen und Leser mit pharmazeutischem Interesse ist eine klare Unterscheidung wichtig. Der Hamburger Standort ist kein klassischer Pharmazie-Standort für das Staatsexamen. Wer Apothekerin oder Apotheker werden möchte, benötigt in Deutschland das reguläre Pharmaziestudium mit Staatsexamen und anschließender praktischer Ausbildung.
Pharmazeinahe Inhalte finden sich dagegen in biowissenschaftlichen Studiengängen wie Biosciences. Dort geht es unter anderem um Biochemie, Bioanalytik, Biotechnologie, Immunologie und die Entwicklung von Wirkstoffen. Dieses Studium ist besonders interessant für Tätigkeiten in Forschung, Diagnostik, Arzneimittelentwicklung oder der pharmazeutischen Industrie, führt aber nicht automatisch zur Approbation als Apotheker.
Mein Rat ist deshalb einfach: Wer in die öffentliche Apotheke möchte, sollte gezielt nach Pharmazie mit Staatsexamen suchen. Wer sich eher für Forschung, Wirkstoffentwicklung oder pharmazeutische Unternehmen interessiert, kann auch biowissenschaftliche und pharmazeutische Biotechnologieprogramme in Betracht ziehen.

Wie der Campus liegt und wie sich der Studienalltag anfühlt
Der Campus befindet sich in der Alten Rabenstraße 1, 20148 Hamburg, im Stadtteil Rotherbaum. Die Lage nahe der Außenalster ist mehr als ein schönes Fotomotiv. Zwischen Lehrveranstaltungen, Lernphasen und Gruppenarbeiten gibt es kurze Wege ins Grüne, zu Cafés und in die umliegenden Viertel.
Mit den Buslinien 19 und 605 erreicht man die Haltestelle Böttgerstraße. Von dort sind es weniger als zehn Minuten zu Fuß. Für mich ist das ein praktischer Pluspunkt, weil ein Campus im Alltag nicht nur an Bibliothek und Seminarräumen gemessen wird, sondern auch daran, wie unkompliziert man ihn erreicht.
Studierende profitieren von Hamburg als Wirtschafts-, Medien- und Gesundheitsstandort. Praktika, Werkstudentenstellen und Kontakte zu Unternehmen lassen sich in einer großen Stadt oft leichter finden als in kleineren Hochschulorten. Gleichzeitig sind Mieten und Wohnungssuche ein ernst zu nehmender Kostenfaktor, besonders in zentralen Stadtteilen.
Wer den Campus vor einer Bewerbung erleben möchte, kann an Führungen oder Informationsveranstaltungen teilnehmen. Für den 19. September 2026 ist ein Open Campus in Hamburg von 10:30 bis 14:00 Uhr angekündigt. Solche Termine sind sinnvoll, weil Gespräche mit Studierenden oft mehr über Lernatmosphäre und Organisation verraten als eine Broschüre.
Zulassung, Bewerbung und Kosten realistisch einschätzen
Für Bachelorstudiengänge ist an der Hochschule Fresenius grundsätzlich kein Numerus clausus vorgesehen. Als Zugang kommen unter anderem Abitur, Fachhochschulreife oder eine anerkannte berufliche Qualifikation infrage. In bestimmten Fällen ist ein Studium auch ohne klassisches Abitur möglich.
Die Bewerbung kann ganzjährig erfolgen. Nach der Online-Bewerbung werden die Unterlagen geprüft; je nach Studiengang kann ein persönliches Gespräch hinzukommen. Bei einem Master sind die Anforderungen stärker vom Fach abhängig. Häufig werden ein fachlich passender Bachelorabschluss und bestimmte Credit Points verlangt.
| Kostenpunkt | Was 2026 zu beachten ist |
|---|---|
| Studiengebühren | Sie werden monatlich berechnet und hängen vom Studiengang, Abschluss und Studienmodell ab. |
| Semesterbeitrag Vollzeit | 243 Euro im Sommersemester 2026, einschließlich Deutschlandticket. |
| Semesterbeitrag berufsbegleitend | 34,20 Euro im Sommersemester 2026, ohne Deutschlandticket. |
| Zusatzkosten | Möglich für Literatur, Ausstattung, Auslandssemester und bestimmte Praxis- oder Reiseangebote. |
Eine pauschale Monatsgebühr für alle Studiengänge gibt es nicht. Genau hier passieren meiner Erfahrung nach die meisten Fehlplanungen: Interessierte vergleichen nur den Semesterbeitrag und übersehen die eigentlichen monatlichen Studiengebühren. Diese sollten vor Vertragsabschluss direkt für den Wunschstudiengang geprüft und mit Miete, Krankenversicherung, Fahrtkosten und Lernmaterialien zusammengerechnet werden.
Zur Finanzierung kommen je nach persönlicher Situation BAföG, Stipendien, Studienkredite, Bildungsfonds oder eine Tätigkeit als Werkstudentin beziehungsweise Werkstudent infrage. Ein Deutschlandstipendium kann ebenfalls interessant sein, wobei Bewerbungsfristen und Auswahlkriterien jährlich geprüft werden müssen.
Für wen sich ein Studium dort besonders lohnt
Der Hamburger Campus passt gut zu Menschen, die ein praxisnahes Studium in einer Großstadt suchen und Wert auf persönliche Ansprechpartner legen. Besonders sinnvoll ist der Standort für Studierende, die Gesundheit mit Digitalisierung, Prävention oder Management verbinden möchten.
Weniger passend ist die Hochschule, wenn vor allem ein möglichst günstiges Studium gesucht wird. Als private Hochschule entstehen laufende Gebühren, die auch in vorlesungsfreien Zeiten und Praxisphasen weiterlaufen können. Dieser finanzielle Punkt sollte nicht erst nach der Zusage geprüft werden.
Auch die Wahl zwischen Präsenz, berufsbegleitendem Studium und Online-Format verdient Aufmerksamkeit. Ein berufsbegleitendes Modell bietet mehr Flexibilität, verlangt aber konsequentes Zeitmanagement. Wer nebenbei arbeitet, sollte realistisch mit festen Lernzeiten von mehreren Stunden pro Woche rechnen und nicht nur den Stundenplan betrachten.
Für eine Entscheidung würde ich vier Fragen beantworten: Passt der Studieninhalt wirklich zum Berufsziel? Ist der Standort Hamburg finanziell machbar? Benötige ich einen staatlich reglementierten Abschluss wie das Pharmaziestaatsexamen? Und bevorzuge ich persönliche Präsenz oder maximale zeitliche Flexibilität?
Die richtige Entscheidung beginnt mit dem Berufsziel
Die Hochschule Fresenius in Hamburg ist eine interessante Option für Gesundheits-, Wirtschafts-, Medien- und Designstudiengänge mit Praxisbezug. Ihre Lage, die kleinen Lerngruppen und die flexiblen Studienmodelle sprechen für den Standort, während die privaten Studiengebühren und die hohen Lebenshaltungskosten in Hamburg sorgfältig eingeplant werden müssen.
Wer sich für Pharmazie interessiert, sollte besonders genau zwischen dem klassischen Weg zur Approbation und pharmazeinahen Studiengängen in Biowissenschaften oder Biotechnologie unterscheiden. Mit dieser Prüfung wird aus einer allgemeinen Hochschulsuche eine fundierte Studienentscheidung, die auch langfristig zum eigenen Karriereweg passt.
