FOM-Studium für Pharmazeuten - Kosten, Modelle und Chancen

Veit Baier 26. Juli 2026
Lächelnde Frau mit Brille und Blazer vor moderner Glasfassade, inspiriert vom Studium.

Inhaltsverzeichnis

Wer neben dem Beruf, einer Ausbildung oder familiären Verpflichtungen studieren möchte, braucht vor allem eines: ein Modell, das im Alltag wirklich funktioniert. Ich zeige, wie das FOM-Studium aufgebaut ist, welche Gesundheits- und Managementstudiengänge für Menschen aus der Pharmazie interessant sein können, mit welchen Kosten zu rechnen ist und wann eine andere Hochschule die bessere Wahl sein kann.

Die wichtigsten Punkte zur FOM auf einen Blick

  • Staatlich anerkannt: Die FOM besteht seit 1993 und bietet akkreditierte Bachelor- und Masterstudiengänge an.
  • Flexible Modelle: Je nach Studiengang sind Campus+, Digital Live, Abend-, Tages- oder Blockmodelle möglich.
  • Gesundheitsfokus: Für pharmazeutische Fachkräfte sind vor allem Gesundheitsmanagement, Public Health und Medizinmanagement relevant.
  • Kosten: Die monatlichen Gebühren liegen je nach Studiengang meist zwischen 365 und 595 Euro.
  • Wichtige Abgrenzung: Das klassische Pharmaziestudium mit Staatsexamen und Approbation ersetzt die FOM nicht.

Was ein Studium an der FOM ausmacht

Die FOM Hochschule ist eine private, gemeinnützige und staatlich anerkannte Hochschule. Sie richtet sich besonders an Berufstätige, Auszubildende und Studierende, die Theorie mit beruflicher Praxis verbinden möchten. Nach eigenen Angaben studieren dort rund 45.000 Menschen an mehr als 30 Hochschulzentren oder digital.

Die Abschlüsse sind staatlich und international anerkannt. Die Hochschule ist seit 2012 systemakkreditiert, wodurch ihre Studiengänge regelmäßig nach wissenschaftlichen und berufspraktischen Kriterien überprüft werden. Für mich ist das ein wichtiger Punkt, denn bei privaten Hochschulen sollte man immer zuerst auf Anerkennung und Akkreditierung schauen und erst danach auf moderne Lernformate.

Der große Vorteil liegt in der Verbindung von akademischem Lernen und beruflicher Anwendung. Lehrende kommen häufig aus Wissenschaft und Praxis, Fallstudien orientieren sich an realen Organisationen und viele Studierende bringen bereits eigene Berufserfahrung mit. Gleichzeitig darf man den Aufwand nicht unterschätzen. Zwei bis drei Vorlesungsabende pro Woche plus Vor- und Nachbereitung verlangen eine sehr gute Selbstorganisation.

Welche Studiengänge für Pharmazeuten interessant sind

Ich würde an dieser Stelle sauber unterscheiden: Wer Apothekerin oder Apotheker werden möchte, braucht das klassische Pharmaziestudium mit Staatsexamen, praktischer Ausbildungszeit und Approbation. Ein FOM-Studium führt nicht auf diesem Weg in die öffentliche Apotheke.

Interessant kann die FOM trotzdem sein, wenn du bereits in einer Apotheke, einem pharmazeutischen Unternehmen, im Großhandel oder im Gesundheitswesen arbeitest und dich für Management, Versorgung, Prävention oder gesundheitspolitische Aufgaben weiterentwickeln möchtest.

Studiengang Passend für Praktischer Nutzen
Management im Gesundheitswesen (B.A.) Apothekenpersonal, Fachkräfte im Gesundheitswesen und Beschäftigte bei Kostenträgern Prozesse, Finanzierung, Organisation und Führung im Gesundheitsbereich besser verstehen
Gesundheitspsychologie & Medizinpädagogik (B.A.) Menschen mit Interesse an Beratung, Prävention und Gesundheitsbildung Gesundheitswissen verständlich vermitteln und Präventionsangebote entwickeln
Medical Care (B.Sc.) Studierende an der Schnittstelle von Versorgung, Kommunikation und Management Versorgungsabläufe analysieren und die Zusammenarbeit im Gesundheitswesen verbessern
Public Health (M.Sc.) Absolventinnen und Absolventen eines passenden Erststudiums Gesundheit auf Ebene von Bevölkerung, Politik und Versorgungssystemen betrachten
Medizinmanagement (M.A.) Akademiker mit Interesse an Leitung und Steuerung im Gesundheitswesen Managementaufgaben in Kliniken, Unternehmen, Verbänden oder Versorgungseinrichtungen übernehmen

Für pharmazeutische Fachkräfte ist besonders das Gesundheitsmanagement interessant. Es geht dort weniger um Wirkstoffchemie oder Galenik, sondern um Strukturen, Qualität, Wirtschaftlichkeit und Versorgung. Das passt beispielsweise zu einer späteren Tätigkeit in der Apothekenleitung, im pharmazeutischen Außendienst, in einem Gesundheitsunternehmen oder bei einem Leistungserbringer.

Auch Public Health kann eine gute Ergänzung sein, wenn dich Fragen zur Arzneimittelversorgung, Prävention oder gesundheitlichen Chancengleichheit interessieren. Voraussetzung ist allerdings ein passender erster Hochschulabschluss; bei bestimmten Masterstudiengängen verlangt die FOM fachbezogene Vorleistungen, etwa mindestens 40 ECTS-Punkte aus Wirtschafts-, Human-, Sozial- oder Gesundheitswissenschaften.

Eine Gruppe junger Leute in grünen T-Shirts, die für ihr Studium posieren, steht auf einer Treppe unter Bäumen.

Campus, Digital Live und Zeitmodelle im Vergleich

Die FOM bietet nicht nur ein einziges Studienmodell. Je nach Studiengang und Hochschulzentrum kannst du zwischen Präsenz am Campus und einem digitalen Live-Format wählen. Bei einem Wechsel des Wohn- oder Arbeitsorts lässt sich das Studium in vielen Fällen an einem anderen Hochschulzentrum fortsetzen.

Modell Typischer Ablauf Für wen es gut passt
Campus-Studium+ Vorlesungen am Hochschulzentrum, ergänzt durch digitale Elemente Wer festen Austausch mit Lehrenden und Kommilitonen schätzt
Digitales Live-Studium Live-Vorlesungen aus den FOM-Studios, ortsunabhängig Wer beruflich oder familiär nicht an einen Campus gebunden ist
Abend-Studium Meist zwei bis drei Abende pro Woche von etwa 18.00 bis 21.15 Uhr Berufstätige mit planbaren Arbeitszeiten
Tages- und Abendmodell Ein fester Studientag plus zusätzliche Abendtermine Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigte mit etwas Spielraum
Block-Studium Ungefähr zehn Wochen pro Semester am Stück Dual Studierende oder Menschen mit längeren beruflichen Einsatzphasen

Die genauen Zeiten sind nicht bei jedem Studiengang gleich. Klausuren, Projektmodule und Academic Mentoring können zusätzlich außerhalb der normalen Vorlesungszeiten liegen. Ich empfehle deshalb, vor der Einschreibung nicht nur auf den Studiengang, sondern auch auf den konkreten Stundenplan des gewünschten Hochschulzentrums zu achten.

Der Campus bietet mehr persönliche Kontakte und erleichtert Gruppenarbeiten. Das Digital Live-Modell spart dagegen Pendelzeit und kann bei Schichtarbeit oder häufigen Dienstreisen deutlich praktischer sein. Digital bedeutet aber nicht automatisch weniger Aufwand. Gerade online muss man Termine, Lernmaterialien und Prüfungsphasen konsequent selbst organisieren.

Zugang, Kosten und Finanzierung realistisch planen

Ein Studium ist an der FOM nicht ausschließlich mit klassischem Abitur möglich. Je nach Studiengang kommen auch Fachhochschulreife, eine abgeschlossene Berufsausbildung oder berufliche Qualifikation mit Berufserfahrung infrage. Für einen Master brauchst du in der Regel einen ersten Hochschulabschluss und je nach Fach bestimmte fachliche Vorkenntnisse.

Die Gebühren hängen vom Studiengang und Modell ab. Als grobe Orientierung nennt die FOM monatliche Studiengebühren zwischen 365 und 595 Euro. Dazu können eine Immatrikulationsgebühr und eine Prüfungsgebühr kommen. Bei einem Bachelor im Gesundheitsbereich mit 42 Monatsraten zu 365 Euro entstehen beispielsweise bereits 15.330 Euro Studiengebühren, zuzüglich einer einmaligen Prüfungsgebühr von 500 Euro.

Ein Master kann anders kalkuliert sein. Für den Master Public Health werden beispielsweise 30 Monatsraten von 410 Euro, eine Immatrikulationsgebühr von 1.590 Euro und eine Prüfungsgebühr von 500 Euro ausgewiesen. Die Zahlen zeigen, warum ich immer mit den Gesamtkosten statt nur mit der Monatsrate rechne.

  • Prüfe, ob dein Arbeitgeber einen Teil der Gebühren übernimmt.
  • Erkundige dich, ob du beruflich bedingte Studienkosten steuerlich geltend machen kannst.
  • Beantrage gegebenenfalls BAföG, wenn du in Vollzeit studierst.
  • Lass dir frühere Studienleistungen, Ausbildungen oder Weiterbildungen anrechnen.
  • Plane zusätzlich Ausgaben für Fahrt, Literatur, Technik und mögliche Verdienstausfälle ein.

Die Anrechnung von Vorleistungen wird oft unterschätzt. Wenn Inhalte aus einer Ausbildung, Weiterbildung oder einem früheren Studium anerkannt werden, können sich Studiendauer und Gebühren reduzieren. Eine unverbindliche Vorprüfung ist deshalb sinnvoll, bevor du dich endgültig entscheidest.

Wann die FOM für dich die richtige Wahl ist

Ich halte die FOM vor allem dann für passend, wenn du bereits beruflich eingebunden bist und einen akademischen Abschluss brauchst, ohne deine Tätigkeit vollständig aufzugeben. Das gilt etwa für pharmazeutisch-technische Assistentinnen und Assistenten, Apothekenmitarbeitende oder Beschäftigte im Gesundheitsmanagement, die später mehr Verantwortung übernehmen möchten.

Weniger passend ist die Hochschule, wenn du ein klassisches Studentenleben mit täglichem Campusbetrieb suchst oder dich fachlich tief mit Wirkstoffentwicklung, pharmazeutischer Technologie und klinischer Pharmazie beschäftigen möchtest. In diesem Fall führt der Weg eher über ein reguläres Pharmaziestudium an einer Universität.

Auch die persönliche Belastbarkeit entscheidet. Ein berufsbegleitendes Studium ist kein bequemes Abendprogramm, sondern ein zweites langfristiges Projekt. Wer regelmäßig nur knapp Zeit für Vor- und Nachbereitung hat, sollte ein Modell mit weniger Präsenzterminen oder eine Teilzeitlösung prüfen.

Mein Entscheidungsmaßstab ist deshalb einfach: Passt der Studiengang zu deinem konkreten Berufsziel? Wenn du Leitung, Versorgung, Prävention oder Gesundheitsorganisation anstrebst, kann die FOM eine flexible Option sein. Wenn du eine Approbation oder eine wissenschaftliche Spezialisierung in der Arzneimittelforschung anstrebst, solltest du andere Hochschulwege vergleichen.

Mein realistischer Fahrplan für den FOM-Start

Bevor du dich anmeldest, würde ich in dieser Reihenfolge vorgehen:

  1. Definiere dein berufliches Ziel, zum Beispiel Apothekenleitung, Gesundheitsmanagement oder Public Health.
  2. Vergleiche mindestens zwei passende Studiengänge anhand von Inhalten, Abschluss, Dauer und Gesamtgebühren.
  3. Prüfe Zugangsvoraussetzungen und mögliche Anrechnungen deiner Ausbildung oder Berufserfahrung.
  4. Lege fest, ob Campus+, Digital Live oder ein Blockmodell zu deinem Arbeitsalltag passt.
  5. Plane einen festen wöchentlichen Lernblock ein und kläre die Finanzierung vor dem Studienstart.

Wer diese Punkte ehrlich durchgeht, bekommt meist schnell ein klares Bild. Für viele Beschäftigte im Gesundheits- und Pharmabereich ist ein FOM-Studium dann sinnvoll, wenn es gezielt die nächste berufliche Rolle vorbereitet und nicht einfach nur einen weiteren Abschluss verspricht.

Dieser Artikel dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Das Material wurde mit Unterstützung moderner Analyse- und Sprachwerkzeuge (KI) erstellt. Konsultieren Sie vor einer Entscheidung einen Experten.

Häufig gestellte Fragen

Nein. Wer Apothekerin oder Apotheker werden möchte, benötigt ein Pharmaziestudium mit Staatsexamen, praktischer Ausbildungszeit und Approbation. Die FOM eignet sich eher für Weiterbildungen in Management, Versorgung, Prävention oder Gesundheitspolitik.

Besonders relevant sind Management im Gesundheitswesen, Gesundheitspsychologie und Medizinpädagogik, Medical Care, Public Health sowie Medizinmanagement. Sie bereiten unter anderem auf Aufgaben in Apothekenleitung, Gesundheitsunternehmen, Versorgungseinrichtungen oder Verbänden vor.

Je nach Studiengang sind Campus+, Digital Live, Abend-, Tages- und Blockmodelle möglich. Abendstudiengänge finden meist an zwei bis drei Abenden pro Woche statt, während das Digital Live-Modell ortsunabhängiges Lernen ermöglicht.

Die monatlichen Gebühren liegen je nach Studiengang meist zwischen 365 und 595 Euro. Zusätzlich können Immatrikulations- und Prüfungsgebühren anfallen. Ein Bachelor mit 42 Monatsraten zu 365 Euro kostet beispielsweise 15.330 Euro zuzüglich einer Prüfungsgebühr von 500 Euro.

Artikel bewerten

Bewertung: 0.00 Stimmenanzahl: 0

Tags

pharmazie
gesundheitsmanagement
public health
studiengebühren
digitalstudium
Autor Veit Baier
Veit Baier
Mein Name ist Veit Baier und seit nunmehr 11 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit allem, was das Studium der Pharmazie, die spätere Karriere und das Leben am Campus ausmacht. Diese lange Zeit hat mir die Möglichkeit gegeben, tief in die Materie einzutauchen und die vielen Facetten dieses spannenden Berufsfeldes kennenzulernen. Was mich besonders reizt, ist die Aufgabe, komplexe Themen rund um das Pharmaziestudium so aufzubereiten, dass sie für angehende und bereits Studierende leicht verständlich werden. Ich lege Wert darauf, Informationen sorgfältig zu prüfen und stets auf dem neuesten Stand zu halten, damit Sie auf studieren-pharmazie.de stets nützliche und verlässliche Einblicke erhalten.

Beitrag teilen

Kommentar schreiben