Technik verstehen, wirtschaftlich entscheiden und dabei weiterarbeiten: Genau an dieser Schnittstelle setzt das Wirtschaftsingenieurwesen an der FOM Hochschule an. Ich zeige, wie Bachelor und Master aufgebaut sind, welche Voraussetzungen gelten, was das Studium kostet und für wen das flexible Campusmodell wirklich passt.
Die wichtigsten Entscheidungen für ein Wirtschaftsingenieurwesen-Studium an der FOM
- Bachelor: 7 Semester, 180 ECTS und Abschluss als Bachelor of Science.
- Master: 4 Semester plus Thesis, 120 ECTS und Abschluss als Master of Science.
- Studienmodell: Abend- und Samstagsveranstaltungen im Campus-Studium+ mit digitalen Live-Elementen.
- Kosten: Im Bachelor fallen 20.790 Euro Studiengebühren plus 500 Euro Prüfungsgebühr an.
- Perspektiven: Besonders passend für Produktion, Digitalisierung, Logistik, technische Projektleitung und Nachhaltigkeitsmanagement.

Was das FOM Wirtschaftsingenieurwesen besonders macht
Wirtschaftsingenieurwesen verbindet technische Fachkenntnisse mit Betriebswirtschaft und digitalen Kompetenzen. An der FOM geht es deshalb nicht nur darum, technische Systeme zu verstehen. Studierende lernen auch, Prozesse zu bewerten, Kosten einzuschätzen und Lösungen wirtschaftlich umzusetzen.
Im Bachelor stehen unter anderem Digitalisierung, Automatisierung, Nachhaltigkeit, IT-Security-Management und Künstliche Intelligenz auf dem Programm. Dazu kommen Produktionsabläufe, Fertigungsprozesse und Instandhaltungsstrategien. Für mich ist gerade diese Kombination entscheidend, weil Unternehmen selten Menschen brauchen, die nur eine einzelne Perspektive beherrschen.
Der Master richtet sich stärker an Absolventinnen und Absolventen mit erster Hochschulerfahrung. Themen wie Product Lifecycle Management, Energieeffizienz, nachhaltiges Ressourcenmanagement und moderne Forschungsmethoden bereiten auf anspruchsvollere Fach- und Führungsaufgaben vor.
Bachelor oder Master welche Variante passt zu dir
Die Wahl hängt vor allem davon ab, wo du gerade stehst. Der Bachelor ist der richtige Einstieg, wenn du erstmals einen akademischen Abschluss im technischen und wirtschaftlichen Umfeld erwerben möchtest. Der Master baut auf einem ersten Hochschulabschluss auf und vertieft die Fähigkeit, komplexe Systeme und interdisziplinäre Projekte zu steuern.
| Kriterium | Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen | Master Wirtschaftsingenieurwesen |
|---|---|---|
| Abschluss | Bachelor of Science | Master of Science |
| Umfang | 180 ECTS | 120 ECTS |
| Dauer | 7 Semester | 4 Semester plus Thesis |
| Zielgruppe | Berufstätige, Auszubildende und Studienanfänger | Absolventen eines ersten Hochschulstudiums |
| Typische Funktion | Technische Projektarbeit, Produktion, Logistik | Projektleitung, Prozessentwicklung, strategisches Management |
Ich würde die Entscheidung nicht allein vom Abschluss abhängig machen. Wer bereits mehrere Jahre Berufserfahrung und einen technischen oder wirtschaftlichen Bachelor mitbringt, kann mit dem Master schneller in spezialisierte Rollen wechseln. Wer dagegen noch keine klare Fachrichtung gefunden hat, profitiert meist stärker von der breiteren Grundlage des Bachelorstudiums.
So funktioniert das Studium neben Beruf oder Ausbildung
Das Campus-Studium+ kombiniert Präsenzveranstaltungen mit digitalen Live-Vorlesungen. Im Regelfall finden die Veranstaltungen abends oder samstags statt, sodass sich das Studium besser mit einer Vollzeitstelle oder Ausbildung verbinden lässt. Zusätzlich können je nach Semester digitale Module belegt, das Hochschulzentrum gewechselt oder einzelne Inhalte vollständig virtuell studiert werden.
Der Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen wird nach den veröffentlichten Studiengangsdaten an Standorten wie Dortmund, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, München, Siegen und Stuttgart angeboten. Beim Master kommen unter anderem Köln und Mannheim hinzu. Das konkrete Angebot sollte vor der Bewerbung für den gewünschten Standort geprüft werden, da Studienstarts und Lehrformate variieren können.
Die Flexibilität klingt attraktiv, verlangt aber Selbstorganisation. Aus meiner Sicht unterschätzen viele Interessierte den wöchentlichen Aufwand. Neben den Lehrveranstaltungen kommen Vor- und Nachbereitung, Gruppenarbeiten, Prüfungen und eventuell die Abschlussarbeit hinzu. Ein realistischer Lernplan mit festen Zeitfenstern ist deshalb wichtiger als die Hoffnung, alles spontan unterzubringen.
Welche Voraussetzungen gelten für die Zulassung
Start im Bachelor
Für den Bachelor ist grundsätzlich ein Studium mit Abitur oder Fachhochschulreife möglich. Die FOM eröffnet den Zugang außerdem über berufliche Qualifikationen, etwa eine abgeschlossene Ausbildung mit anschließender Berufserfahrung. Wer diesen Weg nutzen möchte, sollte die individuelle Vorbildung früh mit der Studienberatung klären, weil die Details von Ausbildung, Berufserfahrung und gewünschtem Studienmodell abhängen.
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Start im Master
Für den Master wird ein erster Hochschulabschluss vorausgesetzt. Wer bereits Wirtschaftsingenieurwesen studiert hat, kann in der Regel direkt einsteigen. Bei einem ingenieurwissenschaftlichen oder wirtschaftswissenschaftlichen Abschluss mit mindestens 40 ECTS im jeweils anderen Bereich können Vorbereitungskurse und zusätzliche Pflichtmodule erforderlich sein.
Auch mit einem fachfremden Hochschulabschluss ist der Zugang möglich, wenn passende Berufserfahrung vorhanden ist. Die FOM nennt dafür unter anderem eineinhalb Jahre fachlich einschlägige Berufserfahrung. Zusätzlich wird eine aktuelle Berufstätigkeit sowie Deutsch auf dem Niveau B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens verlangt.
Mein praktischer Rat lautet, die Zulassung nicht erst kurz vor dem Semesterstart zu prüfen. Besonders bei Übergängen aus BWL, Informatik oder einem ausländischen Studium kann die Anerkennung einzelner Leistungen entscheidend sein.
Was kostet das Studium an der FOM
Ein berufsbegleitendes Studium an einer privaten, staatlich anerkannten Hochschule ist mit erheblichen Kosten verbunden. Im Bachelor betragen die veröffentlichten Studiengebühren 495 Euro pro Monat über 42 Monate, also insgesamt 20.790 Euro. Hinzu kommt eine Prüfungsgebühr von 500 Euro.
Für den Master werden 30 Monatsraten von jeweils 465 Euro berechnet. Daraus ergeben sich 13.950 Euro Studiengebühren. Zusätzlich fallen eine Immatrikulationsgebühr von 1.590 Euro und eine Prüfungsgebühr von 500 Euro an, insgesamt also 16.040 Euro.
| Studiengang | Studiengebühren | Weitere Gebühren | Gesamtsumme |
|---|---|---|---|
| Bachelor | 20.790 Euro | 500 Euro Prüfungsgebühr | 21.290 Euro |
| Master | 13.950 Euro | 1.590 Euro Immatrikulation plus 500 Euro Prüfung | 16.040 Euro |
Die Gebühren können steuerlich berücksichtigt werden, etwa zusammen mit Fachliteratur, Fahrtkosten, Laptop oder benötigter Software. Das ersetzt keine individuelle Steuerberatung, kann die finanzielle Belastung aber spürbar reduzieren. Außerdem können anerkannte Vorleistungen die Studiendauer und damit unter Umständen auch die Gesamtkosten senken.
Ich würde vor der Einschreibung nicht nur die Monatsrate betrachten. Entscheidend ist die komplette Rechnung inklusive Prüfungsgebühr, Fahrtkosten, Lernmaterialien und möglicher Arbeitszeitreduzierung. Genau dort entstehen sonst die unangenehmen Überraschungen.
Welche Karrierewege sich danach öffnen
Absolventinnen und Absolventen arbeiten häufig dort, wo technische und kaufmännische Entscheidungen zusammenlaufen. Typische Einsatzfelder sind Produktionsmanagement, Logistik, technischer Einkauf, Controlling, Qualitätsmanagement und Projektleitung.
Mit den digitalen Inhalten kommen weitere Aufgaben hinzu. Dazu zählen die Einführung von Automatisierungslösungen, die Analyse von Produktionsdaten, IT-Security in technischen Umgebungen oder die Entwicklung nachhaltiger Prozesse. Ein Beispiel ist die Smart Factory, also eine vernetzte Produktion, in der Maschinen, Daten und Unternehmensprozesse zusammenarbeiten.
Der Abschluss allein garantiert allerdings keine Führungsposition. Unternehmen achten ebenso auf Praxiserfahrung, Kommunikationsfähigkeit und den sicheren Umgang mit Daten und Projektmethoden. Wer während des Studiums an realen Verbesserungsprojekten im eigenen Betrieb arbeitet, hat aus meiner Sicht einen deutlich größeren Vorteil als jemand, der nur Prüfungen sammelt.
Der Master kann den Weg in strategischere Rollen erleichtern, etwa in die Technologieentwicklung, das Innovationsmanagement oder die Leitung interdisziplinärer Projekte. Für eine wissenschaftliche Laufbahn ist außerdem relevant, dass der staatlich und international anerkannte Abschluss grundsätzlich zur Promotion berechtigen kann, sofern die weiteren Voraussetzungen der jeweiligen Promotionsstelle erfüllt sind.
Für wen sich die Entscheidung an der FOM lohnt
Die FOM passt besonders gut zu Menschen, die berufsbegleitend studieren und den direkten Bezug zur Praxis schätzen. Das gilt für Auszubildende, technische Fachkräfte, angehende Projektleiter und Berufstätige, die sich für Digitalisierung oder Nachhaltigkeit weiterentwickeln möchten.
Weniger passend ist das Modell, wenn du ein klassisches Vollzeitstudium mit viel freier Campuszeit suchst oder nur sehr unregelmäßig lernen kannst. Die Präsenz- und Onlineformate schaffen Flexibilität, ersetzen aber nicht die regelmäßige Arbeitszeit. Auch die Studiengebühren müssen zu deiner persönlichen und beruflichen Planung passen.
Am Ende würde ich drei Punkte prüfen. Erstens muss der gewünschte Standort den passenden Studiengang anbieten. Zweitens sollten Zulassung und Anrechnung schriftlich geklärt sein. Drittens braucht es einen Finanz- und Zeitplan, der auch Prüfungsphasen und die Abschlussarbeit realistisch abbildet.
Wer Technik und Wirtschaft verbinden möchte und bereits heute Verantwortung im Unternehmen übernimmt, findet an der FOM ein klar auf Berufstätige zugeschnittenes Modell. Die größte Stärke liegt für mich in der Verbindung aus anerkanntem Abschluss, Praxisnähe und planbaren Studienzeiten. Die größte Herausforderung bleibt, diese Belastung über mehrere Jahre konsequent in den Alltag einzubauen.
